Umbau BR 50 zur BR 50 1503 der DB

 

 

Der Umbau zur Lok 50 1503 kann wahlweise mit altem Fahrgestell (7177) oder (7180) mit neuem Fahrgestell, 4 Domen und grossen Windleitblechen geschehen. In unserem Fall muss eine Lok mit dem alten Fahrgestell und Witte-Windleitblechen für den Umbau herhalten. Der Umbausatz von KH-Modellbau wurde auf seine Vollständigkeit geprüft und nun kann es los gehen.

An Werkzeug wird benötigt: Skalpell, Flachzange, Feile, Seitenschneider, Sekundenkleber, Pinzette und Bohrer (0,50/0,60/0,75/0,90/1,30 mm). Zur Vorbereitung des Modelles müssen folgende Teile entfernt werden:
Am Kessel: Sicherheitsventile, Generator, Windleitbleche, Tritte zur Rauchkammertür, sowie die obere Lampe an der Rauchkammertür werden mit dem Skalpell abgeschnitten und mit der Feile plangefeilt. Das enstandene Loch des Spitzensignales wird mit Sekundenkleber verschlossen.
Am Umlauf: Die Pumpem rechts und links mit einem Skalpell oder Seitenschneider abtrennen. Um die Lampen auf der Pufferbohle zu entfernen, müssen die Puffer abgeschraubt werden, danach kann der Umlauf angehoben und der Lichtleiter herausgezogen werden. Nun die Lampen mit dem Skalpell abtrennen und auch hier die Löcher mit Sekundenkleber ausfüllen und planfeilen.

Nun können die diversen Bohrungen für die Kesselfeinteile angebracht werden. In Einzelnen handelt es sich um: 2 x Ackermann Ventile 0,75 mm, Eckventil am Speisedom 0,75 mm, Pfeife 0,50 mm, Generator 0,75 mm und Speisedom 1,30 mm.

Zum Eckventil wird der Flansch gerade gebogen, der beiliegende Draht (0,80 mm) angesetzt und zum Oberflächenvorwärmer geführt. Danach werden die Zurüstteile mit einem Tropfen Sekundenkleber und Pinzette angebracht. Zur Verfeinerung der Pufferbohle wird die vordere Normkupplung enfernt. Hierzu die Vorlaufdeichsel abschrauben (Schraube liegt unter der Abdeckung für die Kuppelräder), Klammern oberhalb der Vorlaufachse aufbiegen die Kupplung herausnehmen und die Klammern wieder verschliessen. Nachdem die Vorlaufachse wieder eingebaut ist, können die Bohrungen für die Bremsschläuche (0,90 mm), ORI-Kupplung (0,60 mm) und Lampen (0,50 mm) angebracht werden. Da der Abstand der Lampen bei der Fleischmann Lok zu eng sind, müssen die Bohrungen in einer Flucht mit den Pufferlöchern gebohrt werden. Jetzt können alle Teile in die vorbereiteten Bohrungen eingeklebt werden.

Nun erfolgt die Montage der vorderen Schürze. Der Biegewinkel ist durch die Windleitbleche vorgegeben. Die 1. Biegekante ist am Ende der vorderen Riffelbelchteile; die 2. Biegekante an den beiden rechteckigen Plättchen. Damit der Kessel später gerade sitzt, ist mit einer Flachpfeile ( Dicke 1,5 mm) genau in der Mitte der 1. Biegekante ein ca. 3,75 mm langer Schlitz einzufeilen. Als nächstes werden die Trittstufen mit dem Steg aus dem Ätzblech herausgeschnitten. Der Steg wird umgebogen und die Tritte auf die Schürze geklebt.

Die Turbospeisepumpe wird zwischen 3. und 4. Achse an den linken Umlauf (Heizerseite) direkt an die Abdeckung unter die beiden Luftbehälter geklebt. Hierzu den Umlauf am Besten etwas anheben. Die beiden Befestigungsdrähte (Weißmetall) müssen oben bis zur Leitung gekürzt und der lange Messingdraht (Wasserleitung vom Tender) wird unter die Tritte des Führerhauses geklebt.

Die beiliegende Verbundspeisepumpe wird an der rechten Seite an die Stelle angebracht, an der vorher die Speisepumpe saß. Vor der Montage muß die Verbundspeisepumpe so in der Mitte geteilt werden, daß der mittlere Teil (der vom Umlauf verdeckt werden würde), weggeschnitten wird. Dies geschieht entweder mit einem Seitenschneider ohne Wate oder mit einer Säge. Der hintere Stift wird entfernt.

Die Windleitbleche werden hinten mit den beiliegenden Nietenbändern beklebt. Nach der Trocknung werden die Teile auf dem Umlauf aufgesetzt. Auf den oberen Teil des äußeren Randes der Windleitbleche werden jeweils vorne und hinten 2 flache Drahtstücke (in U-Form gebogen) zur Stabilisierung angebracht. Desweitern sind 2 Verstrebungen schräg zur Windleitblechvorderseite in Höhe der Kesselunterseite anzubringen.
Die Kolbenstangenschutzrohre und die Flansche werden zusammengeklebt und in die Löcher der Zylinder gesteckt und mit einem Tropfen Klebstoff gesichert.

Nachdem jetzt alle Zurüstteile befestigt sind, kann die Lok grundiert werden. Nach der Trockenzeit wird die Lok schwarz (RAL 9005) und die Turbospeisepumpe (Giesl-Ijektor) in rot (RAL 3002) lackiert. Die Lampenspiegel werden innen mit weiß (RAL 9010) ausgefüllt.

Zum Schluß kann die beiliegende Beschriftung angebracht werden. Die Schilder werden im Rahmen belassen und ganzflächig schwarz lackiert. Nach Trocknung des Lackes die Schilder mit feinem Schmirgelpapier abreiben, sodaß die erhabenen Betriebsnummern blank sind. Die Schilder aus dem Rahmen schneiden und an den entsprechenden Positionen mit einem Tropfen Klebstoff befestigen.

Wegen der besseren Optik, sollte auch der Tender neu lackiert werden. Hierzu ist entweder die Tenderbeschriftung mit Maskierfolie abzukleben oder man bestellt sich mit dem Bausatz gleich eine neue Beschriftung bei KH-Modellbahnbau mit.

Umbau - Sabine Biaesch // Text/Umbaufotos - Michael Biaesch // Originalfoto - Merker Verlag, Slg. Dr. Scheingraber

 

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